
In all die Freude über die Konstituierung des Parlaments mischte sich aber schnell Enttäuschung und Frust über den Deal des Europarates. Ursula von der Leyen wurde dort als Kommissionspräsidentin vorgeschlagen und nicht – wie von uns erhofft und einmütig gefordert – eine*r der Spitzenkandidat*innen der Europawahl.
Das wurde von allen Fraktionen des Parlaments breit kritisiert. Auch von Ska Keller in ihrer Bewerbungsrede für den Job der Parlamentspräsidentin. Das Nominierten-Paket des Rats sei weder ein Mandat für Veränderung noch das, wofür die Wähler*innen gewählt haben. Für von der Leyen wird es nun schwer, das Parlament von sich zu überzeugen. Wir haben sie zu uns in eine der nächsten Fraktionssitzungen eingeladen. Dort werden wir sie öffentlich zu ihren Plänen für die nächsten 5 Jahre befragen. Leicht wird das nicht werden.
Parlamentspräsident wurde am Ende knapp David Sassoli. Ska erhielt bei der Wahl deutlich mehr Stimmen, als wir bei uns Grünen vereinen (133 zu 75). Das war ein toller und verdienter Erfolg. Für den neuen Präsidenten wird es schwer werden, das Parlament hinter sich zu vereinigen. Trotzdem gratulieren wir zum Sieg und bieten eine konstruktive Zusammenarbeit an.

Und ich habe mit einem kleinen Take-Over gleich mal den Instagram-Kanal der Fraktion übernommen und wurde gleich von ARTE interviewt. Wer schnell ist, kann die letzten Reste der Story noch erhaschen 😉