Die Europäische Union steht vor einer entscheidenden Frage: Wird sie bis 2035 in der Lage sein, ihre Sicherheit gemeinsam zu gestalten – oder bleibt sie ein Bund nationaler Einzelinteressen? Für die Bundesakademie für Sicherheitspolitik habe ich zwei Szenarien entworfen, die diese Zukunftsoptionen illustrieren.
Best Case Szenario
Europa handelt gemeinsam. Ein EU-weiter Preparedness Day bringt Übungen in mehreren Mitgliedstaaten zusammen: Bevölkerungsalarm, koordinierte medizinische Simulationen und zivile Versorgungsketten werden getestet. Lagezentren in Warschau, Rom und Brüssel sind in Echtzeit vernetzt, während eine multinationale Truppe in Riga die gemeinsame Luftverteidigung prüft. Ergebnis: eine widerstandsfähige, handlungsfähige Union.
Worst Case Szenario
Jeder bleibt sich selbst der Nächste. Zwar gibt es Investitionen, aber keine gemeinsame Strategie. 27 Reaktionspläne, 27 verschiedene Fahrzeugtypen, Cyberabwehrzentren, Löschflugzeuge – von allem zu wenig, kaum kompatibel, nie koordiniert. Weil niemand bereit war, das nationale Denken zu überwinden, fehlt Europa die sicherheitspolitische Schlagkraft.
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