Teilen:

Pegasus-Angriff auf den PEGA-Ausschuss: Ein Angriff auf die europäische Demokratie

Ein Mitglied des Europäischen Parlaments, das den Missbrauch von Pegasus und anderer Spionagesoftware untersuchte, wurde währenddessen mit Pegasus gehackt. Das zeigt ein neuer Bericht von Citizen Lab zur forensischen Untersuchung des Handys von Stelios Kouloglou. Der Bericht wurde rund fünf Jahre nach der Enthüllung des Pegasus Skandals veröffentlicht. 

Das ist nicht nur ein Angriff auf einen Europaabgeordneten, sondern auch auf das Europäische Parlament und die Untersuchung des Spyware-Missbrauchs selbst. Der Angriff bedrohte vertrauliche parlamentarische Kommunikation, laufende Untersuchungen und demokratische Kontrolle. Mehr dazu lest ihr bei Wired, The Record und Cyberscoop.

Auf meine Initiative hat die Fraktion die Grünen/EFA eine Plenardebatte zum Thema durchgesetzt.

Meine Rede:

In meiner Plenarrede habe ich meine Kolleg*innen aufgefordert, ihre Handys ebenfalls auf Spyware überprüfen zu lassen. Denn es ist sehr wahrscheinlich, dass noch mehr Mitglieder des Europäischen Parlaments betroffen sind. 

Das ist ein systemisches Versagen, weil Europa keine wirksamen Regeln gegen den Missbrauch von Spyware hat. Schon vor drei Jahren hat das Parlament festgehalten, wie dieses Problem gelöst werden kann. Doch die Kommission ignoriert diese Vorschläge bisher. Das muss sich dringend ändern.

Denn die größte Gefahr, die von Spyware ausgeht, besteht nicht darin, was sie mit unseren Handys macht. Sondern darin, was sie mit unserer Demokratie und unserer Sicherheit macht.

Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von YouTube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.

Mehr Informationen

Neueste Artikel

Zum Inhalt springen